Aktuelles

Additive Fertigung von Druckgeräten

31. August 2022

Die additive Fertigung bringt eine ganze Reihe von Vorteilen, weshalb additive Verfahren auch bei der Herstellung von Druckgeräten vermehrt zum Einsatz kommen. Allerdings muss sichergestellt sein, dass additiv produzierte Druckgeräte die Anforderungen der europäischen Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU erfüllen. Das gilt auch für Werkstoffe und Halbzeuge, die mit additiven Verfahren gefertigt und in Druckgeräten oder als Druckgerät eingesetzt werden.

Die Fachtagung „Additive Fertigung von Druckgeräten“ nimmt den gesamten Herstellungsprozess in den Blick. Ausgehend vom Überblick über den Stand der Normung befassen sich die Vorträge des ersten Tages mit den Anforderungen an Rohstoffe und Werkstoffe sowie der Qualitätssicherung bei der Produktion. „Neben der Qualitätssicherung kommt der Zertifizierung eine entscheidende Rolle zu“, sagt Gunther Kuhn, Leiter Produktmanagement im Geschäftsfeld Anlagensicherheit der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. „Denn durch die Zertifizierung wird der Nachweis erbracht, dass Werkstoffe und Komponenten die gesetzlichen Anforderungen auch wirklich erfüllen.“ Am zweiten Tag der Fachkonferenz geht es zunächst um den Stand der Forschung beispielsweise bei der Integration der additiven Fertigung in den Druckgerätebau und bei der zerstörungsfreien Prüfung, bevor der praktische Nutzen der additiven Fertigung von Druckgeräten an konkreten Anwendungsbeispielen aufgezeigt wird.

Die Fachkonferenz „Additive Fertigung von Druckgeräten“ findet am 10. und 11. Oktober 2022 in München statt. Die Teilnahme kostet 860 Euro (zzgl. gesetzlicher USt.). Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit gibt es unter www.tuvsud.com/akademie/am-druckgeraete.

Mit TÜV SÜD die richtige Kaffeemaschine finden

31. August 2022

Wer sich eine Kaffeemaschine kaufen möchte, sollte sich zunächst seiner Vorlieben beim Kaffeetrinken bewusst werden. Verbraucher sollten sich hierzu Fragen zu den eigenen Gewohnheiten stellen wie: Trinke ich eher viel oder weniger Kaffee? Bevorzuge ich Kaffeespezialitäten mit aufgeschäumter Milch oder doch lieber schwarzen Kaffee? Nicht zuletzt spielt auch der zur Verfügung stehende Platz eine Rolle bei der Entscheidung für die individuell am besten geeignete Maschine.
 

Vollautomaten: Kaffeevielfalt auf Knopfdruck

Als echte Alleskönner übernehmen Kaffeevollautomaten den kompletten Zubereitungsprozess eines Kaffees – vom Mahlen der Kaffeebohnen über das Aufbrühen und Milchaufschäumen bis hin zur Reinigung. Auf Knopfdruck bekommen Kaffeetrinker ihr Lieblingsgetränk in allen erdenklichen Variationen, Stärken und Tassengrößen. Die Bedienung dieser Geräte ist zudem meist selbsterklärend und bedarf keiner langen Einweisung. Auch Vollautomaten, die sich per App ansteuern lassen, sind erhältlich.

„Der Variantenreichtum bei Vollautomaten begeistert Kaffeefans. Allerdings sind diese Geräte nicht nur in der Anschaffung vergleichsweise teuer, sondern auch im Unterhalt, denn die von den Herstellern empfohlenen Entkalker, Reinigungsmittel sowie die teils aufwändige Wartung dieser Maschinen sind in der Regel keine Schnäppchen“, weiß Christian Kästl. Die Reinigung ist überdies aufwändig – gerade das Säubern der Milchschaumdüse nach jedem Gebrauch, das Leeren des Kaffeesatzbehälters oder auch das regelmäßige Entkalken sind unerlässlich für die Hygiene der Maschine. Bei einigen Geräten können auch der Stempel und das Sieb zur Reinigung entnommen werden. „Die gründliche Säuberung des Vollautomaten ist sehr wichtig, da sich durch die ständige Feuchtigkeit im Inneren der Maschine ein ungünstiges Mikroklima entfalten kann“, fasst der Experte zusammen. Im Fall eines Defekts kann sich zudem meist nur ein professioneller Kundendienst um die Reparatur kümmern. Für große Haushalte sind Vollautomaten gemäß Expertenmeinung ohnehin nur bedingt geeignet, denn zeitgleich können maximal zwei Tassen befüllt werden. Durch ihre umfangreiche Ausstattung brauchen Vollautomaten außerdem ausreichend Platz in der Küche.
 

Kapsel- und Padmaschinen: Unkomplizierte Handhabung

„Kaffeemaschinen, die mit Kapseln oder Pads befüllt werden, überzeugen in erster Linie durch die einfache Handhabung und schnelle Zubereitung“, beschreibt Christian Kästl die Vorzüge dieser Geräte. Kapseln und Pads gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Stärken, auch Kaffeemischgetränke wie Cappuccino oder Latte Macchiato mit Karamellgeschmack sind möglich. Dank ihrer meist kompakten Größe finden diese Kaffeemaschinen auch in kleinen Küchen Platz. Besonders für sporadische Kaffeetrinker eignen sich Kapseln gut, da sie selbst nach längerer Lagerung nicht an Aroma einbüßen.

Wie Vollautomaten können allerdings auch Kapsel- und Padmaschinen nur maximal zwei Tassen gleichzeitig befüllen. „Hinzu kommt, dass sowohl die Geräte selbst als auch die Kapseln und Pads im Verhältnis zu Bohnen oder gemahlenem Kaffee relativ teuer und nicht überall erhältlich sind. Je nach Marke kann man sie nur in bestimmten Läden oder online kaufen“, gibt der Produktexperte zu bedenken. Ein weiterer Nachteil: Besonders Kapseln aus Alu oder Plastik erzeugen viel Müll und sind dadurch eine größere Belastung für die Umwelt.
 

Filtermaschinen: Kostengünstige Lösung für Vieltrinker

Klassische Filterkaffeemaschinen sind die Lösung der Wahl für alle, die viel Kaffee trinken und sich nicht für ausgefallene Spezialitäten mit aufgeschäumter Milch interessieren. Mit diesen Geräten lassen sich einfach und günstig große Mengen Kaffee aufbrühen. Die Anschaffung einer Filtermaschine ist je nach Ausstattung und Marke ebenfalls vergleichsweise kostengünstig. Käufer können Geräte mit Isolierkanne oder Warmhalteplatte wählen. Zu lange sollte man den Kaffee allerdings nicht warmhalten, denn nach einiger Zeit schmeckt er oft brandig oder säuerlich. „Wer den koffeinhaltigen Wachmacher so frisch wie möglich genießen möchte, entscheidet sich am besten für eine Filtermaschine mit eingebautem Mahlwerk. Schwenkfilter, Tropf-Stopp und eine große Einfüllöffnung für Wasser sind ebenfalls empfehlenswerte Produkteigenschaften, um komfortabel und ohne ständigen Wischlappeneinsatz Kaffee kochen zu können“, meint Christian Kästl. „Ob es wirklich eine Filtermaschine mit App-Steuerung sein muss, muss jeder Verbraucher selbst entscheiden.“ Abgesehen von regelmäßigem Entkalken ist bei Filtermaschinen keine zusätzliche Wartung notwendig.
 

Ökologische und geschmackliche Aspekte

Ist die Wahl auf einen Maschinentyp gefallen, gilt es, auch ökologische Aspekte zu berücksichtigen. Kaffeemaschinen – besonders Vollautomaten – sind den Tag über häufig im Stand-By-Modus. Deshalb lohnt es sich, beim Kauf einen Blick auf den durchschnittlichen Stromverbrauch und die Brühtemperatur zu werfen. Gute Maschinen erreichen Temperaturen im empfohlenen Bereich zwischen 85 und 93 Grad Celsius. Über 93 Grad leidet nicht nur der Geschmack, sondern auch die Energiebilanz verschlechtert sich. Kaffeemaschinen mit Abschaltautomatik gemäß der Ökodesign- oder ErP-Richtlinie sollten daher Geräten ohne verbesserte Energieeffizienz vorgezogen werden. Auch die Geschwindigkeit und der Druck, mit dem das erhitzte Wasser durch das gemahlene Pulver gedrückt wird (idealerweise zwischen 7 und 9 Bar), sind maßgeblich für den Geschmack. „Doch auch bei kostspieligen Maschinen gilt: Guter Kaffee lässt sich nur mit hochwertigen Zutaten zubereiten. Man sollte also nicht am falschen Ende sparen“, rät Christian Kästl.

Eine besonders umweltfreundliche Alternative zur Kaffeemaschine sind Kaffeebereiter wie Porzellanfilter, French Press, Chemex oder Karlsbader Kanne. Sie kommen ganz ohne elektrische Energie aus, denn das frisch gemahlene Kaffeepulver wird von Hand aufgegossen, ziehen gelassen und anschließend gefiltert. Dafür sollte für die Kaffeezubereitung am Morgen etwas mehr Zeit eingeplant werden, denn sie dauert länger als ein Knopfdruck auf eine Kaffeemaschine.
 

Das TÜV SÜD-Oktagon gibt Sicherheit

Eine hilfreiche Kauforientierung bieten auch das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit und das Oktagon von TÜV SÜD. Die so ausgezeichneten Geräte sind von Experten intensiv geprüft und stehen für eine hohe Qualität. Geprüft werden unter anderem Verarbeitung, Handhabung, Funktionsfähigkeit, Langlebigkeit und ausschlaggebende Eigenschaften wie Brühtemperatur, Sensorik und Mengendosierung.

Weitere Informationen gibt es unter https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/konsumgueter-und-handel/elektrik-und-elektronik/pruefung-haushaltsgeraete.

TÜV SÜD: Welche Ablenkungen Fahrer oft unterschätzen

30. August 2022

Ablenkung durch Technik

Gerade im Stadtverkehr spielt das Navi eine wichtige Rolle. Wer aber bei einer Stauwarnung etwa fünf Sekunden Ausschau nach einer alternativen Route hält, fährt bei 50 km/h immerhin 70 Meter ohne Kontrolle. Ein Fahrer, der dann in einen Unfall verwickelt ist, trägt immer eine Teilschuld – unabhängig vom Unfallhergang. Darüber hinaus kommt unter Umständen die Versicherung nicht für den Schaden auf.

Die gefährliche Ablenkung entsteht aber nicht nur durch den von der Straße abgewandten Blick. Andrea Häußler erklärt: „Konzentriert sich der Fahrer auf die Bedienung eines Geräts, lässt erwiesenermaßen sein Reaktionsvermögen nach. Dabei geht es nicht nur um eigene Fahrfehler, die gefährlich für andere werden können: Zahlreiche Unfälle könnten vermieden werden, wenn ein aufmerksamer Unfallgegner die Gefahrensituation rechtzeitig erkennt und reaktionsschnell handelt. Übrigens sind abgelenkte Fahrer nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern können aufgrund ihrer Fahrweise sogar Staus begünstigen.“ Die Erklärung: Wer beispielsweise telefoniert, schaut zwar in der Regel nach vorne. Die Konzentration ist dennoch abgelenkt. Fahrer achten dann zwar noch auf den Abstand zum Vorausfahrenden, nicht aber auf das Geschehen neben ihnen. Da sie häufig ihr Tempo wechseln, manchmal schleichen oder zu schnell fahren, plötzlich beschleunigen oder bremsen, sind sie für andere Verkehrsteilnehmer schlecht einzuschätzen. „Im besten Fall stellen sie damit ein Verkehrshindernis dar, im schlechtesten gefährden sie andere“, so die Expertin.
 

Sonderfall Handy

TÜV SÜD setzt sich seit langem dafür ein, Verkehrsteilnehmer für die Gefahren der Handynutzung zu sensibilisieren. Das betrifft übrigens nicht nur Autofahrer: Jeder kennt die Fußgänger, die mit starrem Blick auf ihr Smartphone unvermittelt auf den Radweg treten oder bei Rot die Straße überqueren. Und auch Fahrradfahrer müssen mit einem Bußgeld rechnen, wenn sie beim Telefonieren während der Fahrt erwischt werden. „Noch vor einigen Jahren haben wir dazu geraten, das Handy während der Fahrt einfach komplett auszuschalten oder an unerreichbarer Stelle im Auto zu deponieren. Da das Smartphone aber immer mehr als Navi dient, passen diese Tipps nicht mehr in unsere Zeit“, so Andrea Häußler. „Wenn sich das Gerät jetzt direkt im Blickfeld befindet, ist es umso wichtiger, dass sich der Fahrzeuglenker über die Risiken bewusst ist.“

Einige Gedankenanstöße:

  • Echtes Multitasking gibt es nicht. Wird die Aufmerksamkeit auf eine Tätigkeit oder ein Gerät gerichtet, wird sie an anderer Stelle verringert.
  • Wie viel muss gleichzeitig passieren? Geübte Autofahrer wollen die Fahrzeit oft zugleich „sinnvoll nutzen“. Dabei unterschätzen sie oft die Leistung, die einem motorisierten Verkehrsteilnehmer abverlangt wird. Besonders noch ungeübte Fahrer sind durch das normale Fahren schon voll gefordert und sollten sich nicht zusätzlich stressen.
  • Wie sinnvoll ist das jeweilige Telefonat während der Fahrt? Geschäftliche Gespräche wären in einem anderen Umfeld – mit Zugriff auf PC, Unterlagen oder zumindest Stift und Zettel – häufig effektiver. Bei privaten Gesprächen bekommt der Partner oft nicht genug Aufmerksamkeit.

Fachleute sind sich übrigens einig: Ein emotionales Telefongespräch kann genauso gravierende Auswirkungen auf die Fahrweise haben wie Alkohol am Steuer.
 

Risikofaktor Mitfahrer

Während mobile Telefonate leicht vermieden werden können, muss der Fahrer mit seinen Passagieren auch in stressigen Momenten umgehen. Dabei spielen bei einem erfahrenen Lenker erwachsene Beifahrer eine untergeordnete Rolle; sie tragen in der Regel eher zur Entspannung bei. Kinder und Tiere jedoch können auch routinierte Lenker unerwartet in Stress versetzen. Andrea Häußler rät allen, die noch wenig Erfahrung mit dieser Art von Mitfahrern haben, sich vor Fahrtantritt gut vorzubereiten: „Gerade bei Kleinkindern ist es ideal, wenn ein Erwachsener mit dem Kind hinten sitzen kann. Bei Babys, die noch rückwärts in der Schale transportiert werden, finden viele Fahrzeuglenker eine spezielle Spiegelkombination hilfreich, die auch während der Fahrt einen Blick auf das Kind auf der Rückbank ermöglicht.“ Für detaillierte Tipps zum Reisen mit Kindern – von Kauftipps des Kindersitzes über eine gut verträgliche Verpflegung bis hin zur Vermeidung von Langeweile auf langen Fahrten – sind Elternportale im Internet gute Adressen. Dennoch bleibt der Rat der Expertin: „Planen Sie mehr Zeit ein und vermeiden Sie Druck so gut wie möglich. Rechnen Sie immer damit, dass etwas Unvorhergesehenes passiert. Versuchen Sie nicht, den Geschwisterstreit auf der Rückbank während der Fahrt zu schlichten oder den Kindern von vorne Verpflegung zu reichen, sondern halten Sie immer dafür an.“
 

Sicher unterwegs mit Haustieren

Entsprechend lauten die Tipps für eine Fahrt mit Hund und Katze: Die Tiere dürfen nur gut gesichert transportiert werden, da einerseits auch der ruhigste Stubentiger bei einer Fahrt mal in Panik geraten könnte, andererseits ungesicherte Tiere bei einem Unfall den menschlichen Insassen lebensgefährlich werden können. Bevor es auf eine längere Urlaubsfahrt mit dem Hund geht, sollten kurze Strecken zur Eingewöhnung absolviert werden. Dann sinkt auch die Gefahr, dass der wachsame Hausgenosse den Fahrzeuglenker durch plötzliches Anbellen eines Nachbarfahrzeugs erschreckt.

TÜV SÜD ist zuverlässiger Partner beim weiteren Ausbau und bei der optimierten Nutzung der Windenergie

9. August 2022

„Energie der Zukunft sicher voranbringen. Packen wir es gemeinsam an“ – das ist das Motto von TÜV SÜD auf der WindEnergy in Hamburg. Der internationale Prüf- und Zertifizierungsdienstleister hat umfangreiche Erfahrungen bei der Zertifizierung von Windparks, Windenergieanlagen und Komponenten im Onshore- und Offshore-Bereich. Die Expertinnen und Experten unterstützen zudem alle Beteiligten bei Planung, Errichtung, Betrieb und Investitionsentscheidungen mit Risikoanalysen, Arbeitsschutzkonzepten und baubegleitendem Qualitätscontrolling sowie wiederkehrenden Prüfungen von Windenergieanlagen. Sie legen mit ihren Windgutachten, Windpotenzial- und Standortanalysen sowie Standsicherheitsbewertungen nicht nur die Basis für die Planung und Realisierung von neuen Windparks, sondern schaffen mit ihrer Bewertung und Prüfung für den Weiterbetrieb (BPW) auch eine belastungsfähige Grundlage für die Entscheidung, ob Anlagen nach Ablauf der Entwurfslebensdauer abgebaut, mit Retrofit-Maßnahmen erneuert oder weiterbetrieben werden sollten.
 

 

IT-Sicherheit und Asset Management verbessern Sicherheit und Wirtschaftlichkeit

In Ergänzung dazu bietet TÜV SÜD weitere Leistungen an, um Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit von Windparks und Windenergieanlagen zu optimieren. Ein zertifiziertes Informationssicherheitssystem (ISMS) nach ISO/IEC 27001 hilft, die Informationssicherheit und IT-Security systematisch und strukturiert zu optimieren und an die spezifischen Branchenanforderungen anzupassen. Ein stabiles ISMS sorgt für eine Verbesserung der gesamten IT-Infrastruktur und schützt somit vor Cyberattacken und den damit verbundenen ungewollten Betriebsausfällen. Zur Verbesserung der Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen können Betreiberinnen und Betreiber ein Asset-Managementsystem nach DIN ISO 55001 aufbauen. Damit lassen sich Anlagen bestmöglich nutzen, Investitionen nachhaltig planen und Risiken besser kontrollieren. TÜV SÜD bietet das komplette „Paket“ in diesem Bereich – von der Schulung bis zur Zertifizierung.

Weitere Informationen zu den Leistungen von TÜV SÜD gibt es unter www.tuvsud.com/windenergie und www.tuvsud.com/de-de/dienstleistungen/auditierung-und-zertifizierung/alle-dienstleistungen.

TÜV SÜD: GROSS UND SPORTLICH? GEHT AUCH BEIM ELEKTROAUTO

27. Juli 2022

„Dass E-Autos inzwischen Standard sind, zeigt sich auch auf dem Reifenmarkt“, sagt TÜV SÜD- Reifenexperte Michael Stamm und fügt hinzu: „Reine Reifen für E-Autos gibt es nur selten. E-Autofahrer möchten beim Reifenkauf auf die gesamte Palette zugreifen können.“ Das liegt auch an dem Spektrum der Fahrzeuge und den unterschiedlichen Fahrprofilen. Wer im E-Auto lange Strecken unterwegs ist, oder sogar mal schneller fahren will, der möchte selbst mit dem Stromer sportlich daherkommen. Der Markt stellt sich darauf ein: „Laufruhe, Stabilität und geringer Rollwiderstand stehen dementsprechend in jedem Lastenheft bei der Entwicklung neuer Reifen. Für den Einsatz in der Stadt dagegen eignen sich eher kleindimensionierte Reifen, um die Umwelt und den Geldbeutel zu schonen.“

Beim Testfahrzeug setzt die auto-illustrierte mit einem BMW i4 hingegen auf sportlich. Beim Test im sommerlich heißen Mireval haben die Redakteure der auto-illustrierte verschiedene Reifen-Dimensionen im Visier. Darunter einen Low-Budget-Reifen der Marke Matador. Die Größen: in Mischbereifung mit Vorderachse 245/40 R19 / Hinterachse 255/40 R19 (Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 und Matador MP 47 Hectorra 3), sowie in 18 Zoll mit Vorderachse 245/45 R18 / Hinterachse 255/45 R18 ebenfalls Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 und als Basisbereifung in 17 Zoll, genauer in 225/55 R17 rundum bereift den Goodyear EfficientGrip Performance 2.

Vor allem beim Bremstest auf nasser Fahrbahn aus 80 Stundenkilometern zeigt der Reifen aus der Slowakei (Matador) deutliche Schwächen. Er bringt das Testfahrzeug erst nach 41,1 Metern zum Stehen. Zum Vergleich: 31,4 Meter der 18-er Goodyear, 31,5 Meter, der Goodyear in 19 Zoll. Der 17 Zöller braucht 37,8 Meter. Zur Veranschaulichung: Wenn das Auto auf dem 18-er Goodyear schon steht, ist es mit dem Matador noch mit 38,6 Sachen unterwegs.

Auch beim Trockenbremsen schneiden die Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 (18/19 Zoll) am besten ab. Von hundert auf null stehen sie bei 32,4 beziehungsweise 33 Metern. Der Matador braucht 35,2 Meter, beim 17 Zöller steht die BMW-Tachonadel nach 35,5 Metern auf null. Ähnliches Bild auf der nassen Kreisbahn – auch hier haben die beiden großen Goodyear die Nase vorn. Sie drehen die 42 Meter lange Runde mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 66,9 km/h (18 Zoll) und 67,4 km/h (19 Zoll). Deutlich langsamer fahren der 17 Zöller und der Matador im Kreis. 64,7 beziehungsweise 64 Stundenkilometer.

Anders sieht es beim Aquaplaning in etwa 8 mm tiefem Wasser aus. Hier zeigen der schmalere 17 Zöller und der Reifen aus Bratislava die besten Werte. Der Kleinere schwimmt bei 84,5 Sachen auf, der 18er Low-Budget-Reifen aus dem Hause Continental bei 83,9.

Bei allen weiteren Tests verfestigt sich der hintere Platz des Matador. Er ist in den Disziplinen Trocken- und Nasshandling wesentlich langsamer unterwegs und zeigt vor allem auch in Sachen Fahrstabilität deutlich weniger Performance. Und leider konnte die günstige Alternative auch beim Test im Prüflabor des TÜV SÜD nicht überzeugen. Beim gerade für E-Fahrzeuge so wichtigen Test des Rollwiderstands – als Indikator für den Energieverbrauch – landete er ebenfalls auf dem letzten Platz, was durchaus einige Kilometer in der Reichweite kostet.
 

KEINE KOMPROMISSE MACHEN

Fazit vom TÜV SÜD-Reifenfachmann Stamm: „Wer neue Reifen für sein Elektroauto braucht, sollte neben den allgemeinen Sicherheitsparametern ein besonderes Augenmerk auf Rollwiderstand und Laufruhe legen. Zudem besteht natürlich immer die Möglichkeit, wieder den vom Hersteller erstmontierten Reifen zu kaufen. Er ist in der Regel optimal für das Modell abgestimmt. „Es wäre spannend gewesen, auch einen OE-Reifen im Test zu haben“, so Stamm.

Das Testergebnis hat auch gezeigt, dass beim Reifenkauf für den Stromer keine Kompromisse gemacht werden sollten. Wenn besonders günstige Alternativprodukte bewegt werden – elektrisch oder anders – kann das durchaus auf Kosten der Sicherheit gehen.

Noch zwei Tipps vom Experten für mehr Nachhaltigkeit: „Die meisten fahren mit zu wenig Luftdruck. Das erhöht den Rollwiderstand, den Verschleiß und trägt zudem dazu bei, dass die Reichweite schrumpft. Moderne Gummimischungen sollen sicher, aber auch nachhaltig sein. Eine hohe Grundprofiltiefe suggeriert zwar eine längere Lebensdauer, entscheidend für die Umwelt ist jedoch das jeweilige Verschleißverhalten des Reifens und der entsprechend emittierte Abrieb.“

Die ausführlichen Ergebnisse des Reifentests stehen ab 29. Juli in der August-Ausgabe der auto-illustrierte sowie auf www.auto-illustrierte.ch.

TÜV SÜD betreibt in Garching bei München das größte unabhängige Reifen-/Räder-Labor seiner Art in Europa. Die Experten sind hier seit vielen Jahren der kompetente Partner der Reifen- und Fahrzeugindustrie, wenn es um Zertifizierungen, Tests und Entwicklungssupport an Reifen und Rädern geht.

RICHTIG PACKEN UND VERÄNDERTES FAHRVERHALTEN EINKALKULIEREN

26. Juli 2022

Koffer und Taschen empfiehlt Jürgen Lebherz nahe dem Schwerpunkt der Maschine zu platzieren. Grundsätzlich gehört Gewichtiges möglichst weit nach unten. Kritisch kann es werden, wenn zu viel Gewicht auf dem Hinterrad platziert und dadurch das Vorderrad entlastet wird und der Lenker zu flattern beginnt. Oft genügt es in solchen Fällen, einige Kilo mehr in den Tankrucksack statt ins Topcase zu verstauen.

Möglichst Gleichgewicht sollte zudem bei Seitenkoffern bestehen. „Utensilien wie Werkzeug oder Wasserflaschen werden am besten im Tankrucksack eingepackt, er ist überdies im Falle eines Sturzes der sicherste Platz für empfindliches Gepäck wie eine Fotoausrüstung“, nennt Lebherz eine weitere Packregel. Tankrucksäcke mit Magnetbefestigung sind praktisch – außer, das Motorrad besitzt einen Alu- oder Kunststofftank – sollten aber bei schwerer Beladung zusätzlich durch Riemen gesichert sein, rät er. Ohnehin muss Gepäck durch Spannriemen befestigt sein, damit nichts verrutscht und flattert. Ein gut gefüllter Tankrucksack darf keinesfalls den Lenkereinschlag und den Blick auf Instrumente und Kontrollleuchten beinträchtigen sowie Sicht und Bewegungsfreiheit nicht einschränken.

Was nicht direkt an oder auf der Maschine verstaut werden kann, landet oftmals im Rucksack und damit auf dem Rücken des Fahrers. „Doch schwere Rucksäcke entpuppen sich rasch als unangenehme Last und führen häufig zu einer unbequemen Sitzhaltung samt rascher Ermüdung“, gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken.

Unterwegs mit dem bepackten Bike muss man einkalkulieren, dass mit einer erhöhten Seitenwindempfindlichkeit beim Überholen seitlich mehr Sicherheitsabstand erforderlich ist und sich die Wheelie-Gefahr, also das Aufsteigen des Vorderrades beim vollen Beschleunigen, erhöht. Vorsicht beim Überholen: Die Wege werden länger. Dies gilt desgleichen für den Bremsweg, besonders auf kurvenreichen Passstraßen.

„Bevor es schließlich auf die große Fahrt geht, sollte man die Reifen auf Beschädigungen absuchen, den Reifenluftdruck prüfen und gegebenenfalls anpassen sowie Batterieladezustand, Ölstand und Kettenspannung und -schmierung überprüfen“, legt Lebherz Bikern ans Herz. Je nach Beladungszustand muss bei manchen Bikes die Druckstufe der Federbeine eingestellt werden. Die maximale Zuladung darf keinesfalls überschritten werden. „Die entsprechenden Angaben finden sich in der Zulassungsbescheinigung und sind unter Umständen durch Fahrer und Beifahrer schon ausgeschöpft. Ebenso die zulässigen Radlasten sollte man im Augenmerk haben. Hierzu am besten die Bedienungsanleitung konsultieren“, rät der TÜV SÜD-Experte.

ZWISCHEN LIEBESRAUSCH UND FUTTERSUCHE

26. Juli 2022

„Vor allem nach Wildwechsel-Schildern sollte man dann langsam fahren und auf die Fahrbahnränder achten“, mahnt Lang. Wer statt Tempo 80 nur 60 fährt, verkürzt seinen Anhalteweg um 40 Prozent, also um 34 Meter. „Befinden sich Tiere bereits auf der Fahrbahn, heißt es umsichtig bremsen, abblenden und hupen“, rät Lang. Außerdem sollten Autofahrer stets mit mehreren Tieren aus einem Rudel rechnen - Rehe und Wildschweine kommen selten allein.

Ist es zu einem Unfall gekommen, „Notruf 110 wählen“, rät Eberhard Lang „und die Unfallstelle sichern.“ Die Polizei informiert den Jagdpächter, der sich um das angefahrene Tier kümmert. Sie stellt auch eine Bescheinigung für die Versicherung aus. „Zudem helfen Smartphone-Fotos von der Unfallstelle, Ansprüche auf Schadensersatz zu untermauern“, rät der TÜV SÜD-Experte.

Durchschnittlich alle zwei Minuten kollidiert ein Wildtier mit einem Fahrzeug. Die Gesamtzahl der Wildunfälle liegt bei jährlich 270.000. Dabei werden 2.500 Menschen verletzt, bis zu 20 kommen ums Leben, so Statistiker des ADAC. Insgesamt machen Wildunfälle, also Unfälle bei denen am Fahrzeug Schäden durch Ausweichen oder den Zusammenstoß mit einem Tier (Haarwild) entstehen, etwa fünf Prozent aller Straßenverkehrsunfälle aus. Nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes (DJV) werden jedes Jahr mehr als eine Million Wildtiere bei Unfällen getötet. Aber auch für den menschlichen Unfallbeteiligten kann es fatale Folgen geben.

Der TÜV SÜD-Fachmann rechnet vor: „Schon bei 50 Kilometern pro Stunde (km/h) entwickelt ein 20 Kilogramm schweres Reh ein Aufprallgewicht von knapp einer halben Tonne. Das entspricht dem Gewicht eines Pferdes.“ Besteht das Risiko, den Gegenverkehr zu gefährden, im Straßengraben zu landen oder gar gegen einen Baum zu prallen, sollten Autofahrer keinesfalls versuchen, dem Wild auszuweichen. Was dann passieren kann, ist kaum kalkulierbar.

Dann heißt es, sich um das eigene Auto zu kümmern. Weiterfahren? Kommt auf die Schäden an. Ein Abschleppdienst ist notwendig, wenn Öl oder Kühlwasser austreten. Doch auch nach weniger schweren Kollisionen kann das Fahrzeug nicht mehr verkehrssicher sein, etwa im Dunkeln mit kaputten Scheinwerfern. „Selbst nach Kollisionen mit kleineren Tieren wie Hasen oder Füchsen, wenn oberflächlich gar nichts zu sehen ist, sollte man sein Auto penibel in Augenschein nehmen“, legt der TÜV SÜD-Fachmann Autofahrern ans Herz. Moderne Fahrzeuge sind am Unterboden großflächig mit Kunststoff verkleidet. Diese Platten splittern beim Überrollen, reißen sich los und können anschließend an Reifen oder Fahrwerksteilen scheuern sowie andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Eine Gefährdung liegt ebenfalls vor, wenn die Frontscheibe beschädigt wurde und keine einwandfreie Sicht mehr gegeben ist.

MIT BEDACHT WIEDER AUF DAS BIKE

26. Juli 2022

„Optimal“, wirbt Lebherz, „und nicht nur für Wiedereinsteiger, sondern für alle Motorradfahrern, ist ein regelmäßiges Sicherheitstraining.“ Dabei geht es nicht nur um das Beherrschen der Maschine bei flotter Fahrt, sondern ebenso um Geschicklichkeit beim langsamen Dahinrollen auf engem Raum, etwa im Citygewühl.

Doch auch mental will der Wiederaufstieg auf ein Bike trainiert werden. Mit zunehmendem Alter sinkt naturgemäß nicht nur die körperliche Fitness. Deshalb sollte man nicht gleich seine fahrerischen Grenzen auslotet wollen, sondern sich auf vertrauten Straßen mit ausgiebigen Touren langsam mit Verkehr, Bike und Technik wieder vertraut machen.

Bei der Wahl des passenden Motorrades gilt es ebenfalls, sein Alter ins Kalkül zu ziehen. „Falls noch ein Bike in der Garage parkt, sollte man selbstkritisch überlegen, ob die Maschine noch die richtige Wahl ist“, rät der TÜV SÜD-Fachmann. Im Fachhandel bietet sich eine gute Übersicht, was Stand der Technik ist und für einen Wiedereinstieg passt. „Man sollte sich genau fragen, was möchte man, was ist wichtig, welcher Motorradtyp eignet sich für mein Gefühl und meine Vorstellungen“, empfiehlt Lebherz. Für Wiedereinsteiger besonders bewährt haben sich sogenannte Allrounder. Sie kombinieren die Eigenschaften eines Tourenrades mit denen einer Sportmaschine und bieten entsprechenden Fahrspaß.

Selbstkritik ist ebenfalls bei der Schutzkleidung angebracht, die im Laufe der Entwicklung immer besser geworden ist. Deshalb warnt der TÜV SÜD-Fachmann vor falschem Sparsinn. Schuhe, Kombi oder Helm, alle Materialien altern. Zudem ist ein Helmtausch nach rund fünf Jahren immer eine gute Investition in die eigene Sicherheit und zum Schutz des Körpers, insbesondere von Nacken und Wirbelsäule, bieten neue technische Errungenschaften wie etwa Airbag oder Nackenprotektor einen weitaus besseren Schutz als die alte Lederkombi.

LIEBER EINE NUMMER GRÖSSER

26. Juli 2022

Inhaber des EU-Dokumentes der Klasse B dürfen Reisemobile nur bis 3,5 Tonnen pilotieren. Für schwerere Fahrzeuge gelten die Klassen C oder C1. Besitzer der alten Führerscheinklasse drei dürfen Freizeitmobile bis 7,5 Tonnen lenken. Egal, welche Lizenz man für die Ferienfahrt besitzt, das Gewicht spielt immer eine Rolle. „Das zulässige Gesamtgewicht wird bei einer vierköpfigen Familie samt Gepäck rasch erreicht“, schildert Lang seine Beobachtungen. Wird man erwischt, wird es teuer.

Nicht nur in Corona-Zeiten hinzugekommene Neueinsteiger sollten sich dessen bewusst sein. So wiegt eine Markise etwa 50 Kilogramm zusätzlich, zwei Gasflaschen rund ebenso viel. Deshalb rät der TÜV SÜD-Fachmann, mit dem fertig bepacktem Wohnmobil auf eine Waage (z. B. bei einer Gemeindeeinrichtung) zu fahren und im Falle von Übergewicht das eine oder andere Utensil daheim zu lassen, bis es passt. In den Sommermonaten kontrolliert die Polizei erfahrungsgemäß verstärkt auf den großen Reiserouten und achtet auf die Einhaltung der Gewichte und der Achslasten, so wie sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I (ehemals Kfz-Schein) stehen.

Ein weiteres Problem, für Mobile bis zu 3,5 Tonnen gelten die gleichen Geschwindigkeitsbeschränkungen wie für einen Personenwagen. Für Schwergewichte bis zu 7,5 Tonnen heißt es außerhalb geschlossener Ortschaften Tempo 80, auf Autobahnen und Kraftfahrtstraßen maximal Tempo 100. Auch sonst müssen sich die Fahrer solcher Dickschiffe an die Verkehrszeichen für Brummis halten, etwa Überholverbote oder Mindestabstand und „im Ausland sollte man die landesspezifischen Regelungen kennen“, ergänzt Lang.

Doch nicht nur mit Fahrregeln, sondern auch mit Fahrverhalten des Mietmobils sollte man sich vertraut machen. Deshalb steht vor dem Start in den Urlaub eine gründliche Einweisung durch den Vermieter auf dem Pflichtprogramm. Technische Besonderheiten etwa den sicheren Umgang mit der Gasanlage, die Funktion der Standheizung, das Einpegeln der SAT-Anlage oder das Entleeren der Bordtoilette muss man erst kennenlernen.

Bei der Auswahl eines Vermieters empfehlen sich nahe Offerten. „Schließlich muss man entweder mit dem eigenen Pkw das Urlaubsgepäck heranschaffen oder mit dem abgeholten Reisemobil die heimatliche Wohnung zum Beladen ansteuern“, gibt Lang zu bedenken: „Wie auch immer, das kostet Zeit.“ Ein Wohnmobil ist nicht im Handumdrehen be- oder entladen. Kommerzielle Anbieter sind in aller Regel teurer als private, bieten aber dafür mehr Service, etwa im Pannenfall. Bei privaten Anbietern sollte man unbedingt darauf achten, dass die gewerbliche Vermietung im Versicherungsschein vermerkt ist. Sonst droht im Fall des Falles Ärger.

Billig sind gemietete Ferienfahrzeuge auch jenseits des Corona-Booms nicht. Preisvergleiche lohnen allemal. Neben der Miete fallen weitere Kosten an. „In jedem Fall sollte man die Geschäftsbedingungen der Vermieter genau studieren, beispielsweise, wie viele Kilometer täglich enthalten sind, oder welche Serviceleistungen dazugehören, etwa die volle Gasflasche“, empfiehlt Lang und „kräftige Unterschiede gibt es erfahrungsgemäß bei der Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung.“ Mal werden maximal 250 Euro fällig. Es können aber auch 1.000 Euro verlangt werden.

TÜV SÜD ZERTIFIZIERT ERSTMALS WASSERSTOFFVENTIL

22. Juli 2022

„Bisher gibt es keine klar definierten Qualifizierungs- und Prüfvorschriften für Wasserstoffventile in industriellen Anwendungen oder Pipelineanwendungen“, sagt Martin Sekura, Business Development Manager Hydrogen bei TÜV SÜD. „Zugleich stellt das flüchtige Gas hohe Anforderungen an deren Konstruktion und die Werkstoffwahl.“ Der erste Hersteller, der sich bei TÜV SÜD einer freiwilligen Prüfung unterzogen hat, ist Oliver Hydcovalves aus dem Nordwesten Englands. Das Unternehmen entwirft und fertigt Präzisionsventile für H2- und CO2-Anwendungen. Es gehört zur Oliver Valves Gruppe, einem führenden Hersteller für Ventiltechnik der Branchen Öl, Gas und Petrochemie. Das erste zertifizierte Produkt ist ein Kugelventil.

In künftigen Zertifizierungen wird TÜV SÜD die H2-Verträglichkeit der metallischen und nicht-metallischen Werkstoffe der Komponenten untersuchen sowie ihre Funktion und Gasdichtheit. Basis ist eine neue von TÜV SÜD erarbeitete Prüfvorschrift, die auf verschiedenen Normen basiert, u.a. der ISO 15848-1 bezüglich der flüchtigen Emissionen von Industriearmaturen sowie Teilen der ISO 19880-3 bezüglich der Dichtheit von Absperrvorrichtungen. Die Normen wurden entsprechend der bauteilspezifischen Bedingungen und Anforderungen von Wasserstoff ausgelegt.

Das erste Zertifikat wurde von Martin Sekura in Knutsford/England persönlich an Nick Howard übergeben, den Engineering Director von Oliver Hydcovalves. Martin Sekura: „TÜV SÜD bietet damit nicht nur einen praktikablen und realitätsnahen Weg, um stationäre Ventile für die Wasserstoffanwendungen zu qualifizieren. Mit unserer Expertise unterstützen wir auch die Transformation von Unternehmen und die Dekarbonisierung der Wirtschaft.“

TÜV SÜD hatte zuletzt neue Prüfzeichen für Brennstoffzellensysteme und H2-Komponenten vorgestellt. Wasserstoff ersetzt nicht nur in der Energieversorgung zunehmend fossile Energieträger. Die chemische und petrochemische Industrie nutzt ihn, um Stickstoffdünger und synthetische Kraftstoffe herzustellen oder Mineralöl zu raffinieren. In der produzierenden Industrie betrifft das schwer elektrifizierbare Prozesse wie die Produktion von Stahl oder Ammoniak. Ventile dienen zur Absperrung und Steuerung der Durchflussmenge oder -richtung von Flüssigkeiten und Gasen. Sie fallen unter den Oberbegriff der Absperrarmaturen, zu denen auch Kugelhähne oder Schieber zählen.

Weitere Informationen:

www.tuvsud.com/de-de/branchen/energie/erneuerbare-energien/energiezertifizierung/gruener-wasserstoff-zertifizierung

www.tuvsud.com/de-de/branchen/mobilitaet-und-automotive/automotive/pruefloesungen-und-compliance-services/wasserstoffpruefung

www.tuvsud.com/de-de/presse-und-medien/2022/juni/neue-pruefzeichen-fuer-brennstoffzellensysteme-und-h2-systemkomponenten

www.tuvsud.com/de-de/presse-und-medien/2022/maerz/hochmodernes-wasserstoff-prueflabor-eroeffnet

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